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Miradouros & Aussicht

Miradouro de Santa Luzia

Aussichtsterrasse mit Azulejos in Alfama

Der Miradouro de Santa Luzia ist Alfamas berühmte Aussichtsterrasse mit Pergola, Azulejos und Postkartenblick über die roten Dächer zum Tejo. Frei zugänglich an der Tram 28.

Inhalt

Postkartenblick über Alfama

Der Miradouro de Santa Luzia ist einer der bekanntesten Aussichtspunkte Lissabons und der Inbegriff des Alfama-Motivs: Unter einer hölzernen Pergola mit Kletterpflanzen blickt man über das Gewirr der roten Ziegeldächer hinunter zum Tejo. Über die Dächer hinweg lassen sich mehrere Wahrzeichen ausmachen – die Kuppel von Santa Engrácia (dem Panteão Nacional), die Kirche Santo Estêvão und die zwei weißen Türme von São Miguel. Die Terrasse ist über der ehemaligen Cerca Moura, der maurischen Stadtmauer, errichtet, die einst das Castelo de São Jorge umgab.

Die Azulejos und der Garten

Was Santa Luzia von den anderen Aussichtspunkten abhebt, sind die Azulejos an der Südwand der gleichnamigen Kirche. Die beiden großen, blau-weißen Kachelbilder stammen von António Quaresma (Fábrica da Viúva Lamego) und wurden 2015 restauriert. Das eine zeigt den Terreiro do Paço – heute Praça do Comércio – vor dem Erdbeben von 1755, das andere die christliche Eroberung Lissabons 1147 mit der Belagerung des Castelo.

Direkt angeschlossen liegt der kleine Jardim Júlio de Castilho (auch Jardim de Santa Luzia), der an den Schriftsteller und Olisipografen Júlio de Castilho erinnert, einen Kenner der Stadtgeschichte Lissabons. Im Garten stehen eine Büste, ein kleiner Teich und ein paar Bänke im Schatten. Die Kirche Santa Luzia e São Brás am Platz ist nationaler Sitz der portugiesischen Versammlung des Malteserordens.

Was dich erwartet

Der Miradouro hat eine überdachte Terrasse mit der berankten Pergola und dazu eine Esplanade mit Kiosk und Terrassenbar – anders als der nahe, eher karge Miradouro da Senhora do Monte kann man hier also bei einem Kaffee oder einem Glas Wein sitzen bleiben. Die Bar ist zweistöckig angelegt: der obere Teil liegt im ehemaligen Kreuzgang der Kirche nahe der alten Stadtmauer, der Restaurantbereich darunter. Feste, offiziell bestätigte Öffnungszeiten und Preise der Bar gibt es allerdings nicht – verlass dich nicht fest darauf.

Der Platz ist beliebt und entsprechend voll. Am frühen Morgen ist es leer, zum späten Nachmittag und Sonnenuntergang stimmt das Licht, dann drängen sich aber die meisten Besucher und Tram-Gäste. Plane 20 bis 40 Minuten ein, mit Pause an der Bar gern länger.

Besuch & Praktisches

Der Zugang ist kostenlos und der Platz ein öffentlicher, frei zugänglicher Aussichtspunkt der Stadt – feste Sperrzeiten sind nicht veröffentlicht. Bezahlt wird nur, was du am Kiosk oder an der Terrassenbar konsumierst.

Am bequemsten kommst du mit dem Eléctrico 28, der direkt am Miradouro vorbeifährt. Zu Fuß geht es durch die steilen, kopfsteingepflasterten Gassen von Alfama – festes Schuhwerk ist sinnvoll, und für Menschen mit eingeschränkter Mobilität ist das Viertel insgesamt anspruchsvoll. Einen ausgewiesenen Parkplatz gibt es im engen Alfama nicht; die Anreise mit der Tram ist klar die praktischere Wahl.

Ideal lässt sich der Besuch zu einem Rundgang verbinden: Nur wenige Schritte weiter liegt der Miradouro das Portas do Sol mit weiterem Panorama, von dort sind es wenige Minuten bergauf zum Castelo de São Jorge. Wer mehr über Lissabons Aussichtsterrassen wissen will, findet im Überblick Lissabons schönste Miradouros weitere Tipps.

Häufige Fragen

Was kostet der Miradouro de Santa Luzia?+

Nichts. Der Aussichtspunkt ist ein öffentlicher Platz der Stadt Lissabon und frei zugänglich. Bezahlen musst du nur, wenn du am Kiosk oder an der Terrassenbar etwas trinkst oder isst.

Wie komme ich zum Miradouro de Santa Luzia?+

Am bequemsten mit der Tram 28, die direkt am Aussichtspunkt vorbeifährt. Zu Fuß führt der Weg durch die steilen, kopfsteingepflasterten Gassen von Alfama. Einen ausgewiesenen Parkplatz gibt es im engen Viertel nicht, die Anreise mit der Tram ist die praktische Wahl.

Was haben die Azulejos an der Kirchenwand zu bedeuten?+

Die beiden großen Kachelbilder an der Südwand der Kirche Santa Luzia stammen von António Quaresma. Eine Tafel zeigt den Terreiro do Paço (heute Praça do Comércio) vor dem Erdbeben von 1755, die andere die christliche Eroberung Lissabons und die Belagerung des Castelo de São Jorge im Jahr 1147.

Welcher Aussichtspunkt liegt in der Nähe?+

Nur wenige Schritte weiter liegt der Miradouro das Portas do Sol mit weiterem Panorama, von dort sind es wenige Minuten bergauf zum Castelo de São Jorge. Am besten verbindet man die Punkte zu einem Rundgang durch Alfama.