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Miradouros & Aussicht

Miradouro da Graça

Aussichtsplatz unter Pinien in Graça

Offiziell Miradouro Sophia de Mello Breyner Andresen: ein weiter, von Schirmpinien beschatteter Platz oberhalb der Mouraria mit Blick auf Castelo und Tejo.

Inhalt

Was dich erwartet

Der Miradouro da Graça liegt im gleichnamigen, eher bodenständigen Stadtteil oberhalb von Alfama und der Mouraria. Es ist kein enger Balkon, sondern ein weiter, von Schirmpinien beschatteter Platz neben Kirche und Kloster da Graça. Auf den umlaufenden Mauern lässt sich gut sitzen, am Rand betreibt ein Kiosk eine Esplanade mit Getränken und kleinen Snacks. Bei Einheimischen wie Reisenden ist der Platz ein entspannter Treffpunkt – gerade zum Sonnenuntergang füllen sich die Bänke.

Blick auf Burg und Stadt

Von hier öffnet sich einer der schönsten Stadtblicke Lissabons: gegenüber thront das Castelo de São Jorge, darunter liegen die Mouraria, das historische Zentrum und der Tejo. Als noch weiter und höher gilt nur der Miradouro da Senhora do Monte, der über einen kurzen, steileren Anstieg von der Graça aus zu erreichen ist – wer schon hier oben ist, nimmt beide Aussichtspunkte gut mit.

Vom Stadtteil zur Dichterin

Lange hieß der Platz einfach nach dem Stadtteil. Seinen offiziellen Namen verdankt er der portugiesischen Dichterin Sophia de Mello Breyner Andresen (1919–2004): Per städtischer Bekanntmachung vom November 2008 wurde der Aussichtspunkt nach ihr benannt, die feierliche Einweihung folgte am 2. Juli 2009. Seither steht am Platz eine Bronzebüste der Dichterin von Bildhauer António Duarte. Das benachbarte Kloster da Graça geht auf eine Gründung von 1271 zurück und wurde nach dem Erdbeben von 1755 wiederaufgebaut.

Besuch & Praktisches

Der Miradouro ist ein öffentlicher, frei zugänglicher Platz ohne Eintritt. Offizielle Öffnungs- oder Sperrzeiten gibt die Stadt nicht an; der Kiosk Esplanada da Graça (seit 1992) hat nach Reiseführer-Angaben täglich etwa von 10:00 bis 01:00 Uhr geöffnet – diese Zeiten sind nicht städtisch bestätigt und können saisonal abweichen. Für den reinen Aussichtsstopp reichen 20 bis 40 Minuten; mit einem Getränk auf der Esplanade wird leicht mehr daraus.

Am schönsten ist der späte Nachmittag bis zum Sonnenuntergang, wenn das Licht auf dem Castelo liegt – das ist allerdings auch die vollste Zeit. Wer den Platz ruhiger erleben will, kommt am frühen Vormittag. Die Graça liegt etwas abseits der großen Touristenströme; bequem hinauf kommt man mit dem Eléctrico 28 oder zu Fuß über die Gassen von Alfama und der Mouraria. Eine Übersicht und Reihung der besten Aussichtspunkte findest du im Guide zu den Miradouros Lissabons.

Häufige Fragen

Wie heißt der Miradouro da Graça offiziell?+

Offiziell trägt er seit 2008/2009 den Namen der Dichterin Sophia de Mello Breyner Andresen. Im Alltag nennen ihn aber alle nach dem Stadtteil schlicht Miradouro da Graça. Er liegt in der Freguesia São Vicente, direkt neben Kirche und Kloster da Graça.

Kostet der Miradouro da Graça Eintritt?+

Nein. Der Aussichtspunkt ist ein öffentlicher, frei zugänglicher Platz ohne Eintritt und ohne offiziell veröffentlichte Sperrzeiten. Zu zahlen ist nur, was man am Kiosk Esplanada da Graça verzehrt.

Wann ist die beste Zeit für den Miradouro da Graça?+

Am schönsten ist der späte Nachmittag bis zum Sonnenuntergang, wenn warmes Licht auf dem gegenüberliegenden Castelo de São Jorge liegt. Wer den Platz ruhiger erleben will, kommt früh am Vormittag, bevor sich die Bänke füllen.

Was macht den Miradouro da Graça besonders?+

Anders als die kleinen Balkon-Miradouros ist es ein weiter, von Schirmpinien beschatteter Platz mit Kiosk und umlaufenden Mauern zum Sitzen. Bei Einheimischen ist er ein beliebter Treffpunkt für ein Getränk mit Blick auf Burg und Stadt.