Sé Patriarcal

Eine bezaubernde Sehenswürdigkeit mit einer langen Geschichte ist die Hauptkirche Sé Patriarcal. Sie ist der älteste Sakralbau Lissabons und befindet sich in der Altstadt, nur 200 Meter vom Fluss Tejo entfernt.

Die Geschichte der Kirche

An der Stelle, wo sich heute die Sé Patriarcal befindet, stand damals eine Moschee der Mauren. Als Zeichen der Rückeroberung des Landes durch die Christen wurde 1147 an diesem Ort, unter Herrschaft des ersten Königs von Portugal Alfons I., angefangen die Kirche zu erbauen.

Nach einem Erdbeben im Jahre 1344, die Teile der Sé Patriarcal zerstörten, wurde diese bis Ende des 14. Jahrhunderts im romantischen Baustil wiederaufgebaut.

Ein weiteres Erdbeben im Jahre 1755 hinterließ erneute Zerstörung an der Kirche. Hier wurden viele barocke Elemente beim Wiederaufbau genutzt. Auch wurden im 18. Jahrhundert Rosettenfenster an der Westfassade und Spitzen an den Türmen im Barockstil eingesetzt.

Im 20. Jahrhundert wurden während des Salazar-Regimes weitere Änderungen vorgenommen. Ziel war es, dass ein einheitlicher romantischer Baustil eingeführt wird. So wurden zum Beispiel die Spitzen der Kirchtürme abgenommen.

Im Laufe der Jahrhunderte wurde Sé Patriarcal mehrfach baulich verändert oder erweitert und ist daher eine Mischung verschiedener Architekturstile wie Barock, Romantik, Renaissance und Gotik.

Sé Patriarcal dient seit 1716 als Kathedrale für das Patriarchat von Lissabon. Der erste Patriarch der Hauptstadt war 1737 Tomás de Almeida.

Was gibt es zu sehen?

Sé Patriarcal ist von vorne betrachtet eine Festung mit zwei Glockentürmen. Man betritt sie durch ein gotisches Portal und sieht im Inneren der Kirche viele verschiedene Baustile, die die verschiedenen Herrscher hinterlassen haben.

Sehenswert sind in der Kirche auch die Weihnachtskrippe aus dem 17. Jahrhundert und das Taufbecken aus dem 12. Jahrhundert. Ein Blick nach oben zeigt zudem die imposante Decke im barocken Stil sowie die Orgelanlage.

In der Schatzkammer der Kirche befindet sich die Arche mit den Überresten von St. Vincent, dem Schutzpatron der Stadt. Weiterhin findet man im gotischen Chorumgang drei gotische Grabstätten aus dem 14. Jahrhundert, die sehenswert sind. Im östlichen Kreuzgang befindet sich auch eine archäologische Ausstellung.

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